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08.03.2019, 15:10 Uhr | Dülmener Zeitung | Markus Michalak

Ein Dorf für Junge und für Alte

CDU traf sich zur Hauptversammlung: Aus für Betreutes Wohnen

Was sich schon auf dem CDU-Workshop „Dülmen 2030“ abzeichnete, ist jetzt Gewissheit: Die meisten Merfelder stellen sich das Wohnen im Alter einfach anders vor, als in einer betreuten Einrichtung, wie sie mit der Heilig Geist Stiftung ursprünglich geplant war. „Von diesem Modell haben wir uns inzwischen verabschiedet, aber wir arbeiten weiter an einer Idee, wie die Menschen in Merfeld bis ins hohe Alter leben können“, berichtete Ortsvorsteher Helmut Temming auf der Versammlung des CDU-Ortsverbandes.

John Kuhlmann (5.v.l.) ist neuer Vorsitzender der CDU Merfeld. Ralf Frerick (2.v.l.) wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. DZ-Foto: Michalak
Merfeld - Die Merfelder wollen im Alter in kleineren Wohnungen leben, und sie wollen bei Bedarf Hilfen im Haushalt, bei Einkäufen oder auch gesundheitliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. „Um solche Möglichkeiten zu schaffen, wollen wir neue Wohngebiete ausweisen“, erklärte Temming. Markus Brambrink, Stadtverbandsvorsitzender berichtete hierzu, dass das beim gegenwärtigen Regionalplan nicht ganz so leicht möglich sei, dass sich die CDU aber auf Kreis- und Landesebene dafür stark mache, in den Ortsteilen neue Baugrundstücke auszuweisen.

Unter den Nägeln brennen den Merfeldern aber nicht nur die Alten, sondern auch die Jungen: „Wir haben bei den Kindergartenkindern in diesem Jahr einen immensen Zuwachs. Das ist mit den bestehenden Gruppen gar nicht mehr aufzufangen“, erklärte Ortsverbandsvorsitzender Ralf Frerick. Dabei sei es immens wichtig, die Kinder möglichst in Merfeld zu halten. „Wer in Merfeld den Kindergarten besucht, wird auch an die Merfelder Schule wechseln und kann auch für die Feuerwehr und die anderen Vereine gewonnen werden“, machte Frerick eine Gleichung auf. Deshalb solle in diesem Jahr nach Möglichkeit für jedes Kind, das nicht in einer Gruppe aufgenommen werden kann, eine Lösung gefunden werden. „Wir werden uns aber gleichzeitig dafür starkmachen, für das nächste Kindergartenjahr auch eine bauliche Erweiterung hinzubekommen“, sagte Brambrink zu.

Bürgerbus und Dorfladen wurden allgemein als Erfolgsprojekte bewertet, der Niederflurbus, der den aktuellen Bürgerbus ersetzen soll, wird für Mai erwartet. Am Dorfladen gebe es leider immer wieder Probleme mit der viel befahrenen Rekener Straße, berichtete Alfred Bernitzke. Die Kunden kämen dem dortigen Straßenverkehr beim Ein- und Ausparken gefährlich nahe, es habe auch schon einige Blechschäden gegeben. Er habe gegenüber der Kreispolizei und der Stadt Dülmen auf die Probleme hingewiesen, doch beide Institutionen sähen keinen Handlungsbedarf. Eine Tempo 30-Regelung wäre aus Bernitzkes Sicht dort die richtige Entscheidung. Spätestens nach Fertigstellung der B67n – die sich, wie berichtet, verzögern wird – wollen die Merfelder die Rekener Straße, die dann zur Kreisstraße herabgestuft wird, deutlich verkehrsberuhigen. Hierzu will sich die CDU frühzeitig mit Stadt und Kreis zusammensetzen.

Bei den Vorstandswahlen trat Ralf Frerick als Vorsitzender zurück und schlug John Kuhlmann (37) als seinen Nachfolger vor. Kuhlmann wäre auch bereit, nach der Kommunalwahl 2020 für die CDU in den Rat zu ziehen – Frerick ist das als Angestelltem der Stadt Dülmen nicht möglich. Er wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem an: Markus Büning, Melanie Bergmann, Helmut Kreuznacht, Thomas Tecklenborg, Heribert Wautmann, Clemens Wäsker und Christoph Wäsker.

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