CDU Dülmen im Wandel: Neue Wege nach der Kommunalwahl

Wechsel an der Spitze: Holtrup und Wessels treten nicht erneut an

In der Dülmener Politik stehen spannende Veränderungen bevor: Mit der bevorstehenden Kommunalwahl im September ziehen sich die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup und Fraktionsvorsitzender Wilhelm Wessels aus ihren Ämtern zurück. Hendrik Clodius, Vorsitzender der CDU Dülmen, würdigt ihre jahrzehntelangen Verdienste und proklamiert gleichzeitig die erneute Kandidatur von Carsten Hövekamp für das Bürgermeisteramt. Hövekamp setzt sich für eine hohe Lebensqualität in Dülmen und eine nachhaltige Entwicklung ein. In den kommenden Monaten möchte die CDU gemeinsam neue Akzente setzen und die Weichen für eine positive Zukunft der Stadt stellen.

In der Dülmener Politik werden mit der Kommunalwahl im Herbst zwei Spitzenpositionen neu besetzt, denn die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup und der Fraktionsvorsitzende Wilhelm Wessels bemühen sich bei den Kommunalwahlen im September nicht erneut um einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung.

„Man kann es nicht oft genug sagen: Wir sind uns der sehr großen Fußstapfen bewusst, die ihr uns hinterlasst", würdigte der CDU-Vorsitzende Hendrik Clodius in Kürze die Verdienste Wessels und Holtrups und versprach eine besondere Laudatio zu gegebener Zeit an gegebener Stelle. Nach 26 Jahren Stadtrat bleibt Wessels der Politik aber erhalten. Er bewirbt sich um ein Kreistagsmandat.

Keine personelle Änderung geben soll es nach dem Willen der CDU an der Spitze der Verwaltung. Hendrik Clodius war es vorbehalten, die erneute Kandidatur Carsten Hövekamps für das Amt des Bürgermeisters zu proklamieren. „Es ist eine große Freude, dass Carsten den Hut erneut in den Ring wirft. Und das ausdrücklich auch für die CDU" lobte der Stadtverbandsvorsitzende das Bekenntnis des Kandidaten zur Partei. Welche Ziele er sich für eine zweite Amtszeit gesetzt hat, machte Carsten Hövekamp in den ihm augenzwinkernd zugesprochenen zwölf Redeminuten deutlich.

Bei einer Wiederwahl will sich Hövekamp für eine Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität Dülmens in einem friedlichen und toleranten Miteinander stark machen. Weitere Themen sind der Ausbau des Wohnraumangebotes, die Förderung der frühkindlichen Erziehung, des Bildungsangebotes und der medizinischen Grundvorsorge. Wichtig ist Hövekamp eine positive Grundstimmung durch den Ausbau der innerstädtischen Infrastruktur und der Angebote.

„Man kann es nicht oft genug sagen: Wir sind uns der sehr großen Fußstapfen bewusst, die ihr uns hinterlasst", Hendrik Clodius.

Ein weiterer Schwerpunkt soll die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Dülmen durch die Neuansiedlungen neuer Firmen und die Findung gemeinsamer Lösungen für die Zukunft der das Stadtbild prägenden Landwirtschaft sein. Eine Vorbildfunktion strebt Hövekamp hinsichtlich des Klimaschutzes an und verwies auf bereits 55 konkret getroffene Maßnahmen, um bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Bei all seinen Plätzen setzt er auf gemeinschaftliches Handeln. „Ich bin Teamplayer und wir sind keine Hobbytruppe. Wir arbeiten professionell und es kann nur heißen: Gemeinsam weiter für Dülmen", warb er in seiner engagierten Bewerbungsrede um die Zustimmung zu seiner Kandidatur. Sichtlich überwältigt war er, als nach geheimer Wahl das Ergebnis verlesen wurde: keine Gegenstimme, keine Enthaltung.

Es folgten nach einer Vorstellungsrunde die Wahlen der Wahlbezirksvertreter, die Wahlen der Bewerber für die Reserveliste sowie die Ersatzbewerber fur die Bewerber der Reserveliste. Bekannt gegeben wurden nach einer kurzen Vorstellung die Kreistagskandidaten mit dem Vorsitzenden Klaus Kleerbaum nebst Vertreterin Julia Wagner sowie die weiteren Kandidaten der übrigen fünf Wahlbezirke.

Für eine Auflockerung des Wahlmarathons hatte während einer Auszählpause der Natz von Dulmen alias Heribert Tons gesorgt, der über Erlebnisse an Mitfahrbänken fabulierte und so auf den bekannten Kabarettisten Herbert Knebel gestoßen war, den er mit zur Versammlung gebracht hatte.

Abschließend wies der Stadtverbandsvorsitzende auf die Eröffnung des Ladenlokals „Treffpunkt CDU" in der Marktstraße am 28. März hin und kündigte für den Herbst eine Zäsur in den Reihen der Fraktion an. Zunächst ist auch für die CDU nach dem Wahlkampf vor dem Wahlkampf.